Der Standort des Kaninchenstall

 
Um in der Kaninchenhaltung Freude und Erfolg zu haben ist es notwendig die Behausung der Rassekaninchen zweckmäßig und artgerecht zu gestalten. Natürlich stellt sich auch die Frage ob man überhaupt auf dem Grundstück einen Kaninchenstall oder dergleichen aufstellen darf.  Dies klärt man am schnellsten mit dem Vermieter und den Nachbarn und dem Bauamt, so dass es später keine Rückfragen  oder Streitigkeiten geben wird. (Beim Bau einer Stallanlage sind folgende gesetzlichen Bestimmungen zu beachten: Die baurechtlichen Bestimmungen, die nachbarrechtlichen Bestimmungen und die Bestimmungen des Tierschutzes.)
Weiter ist natürlich der Standort wichtig. Man muss dazu einfach nur beachten, dass Kaninchen keine Zugluft mögen, vor Regen und vor großer Hitze geschützt sein sollten. Einige Rassen vertragen kein all zu starkes Sonnenlicht (UV-Strahlen), denn die Farbe der Fellhaare reagiert sehr empfindlich darauf.
Kaninchen mögen Ställe in denen Temperaturen von ca. 15-20 °C herrschen. So sollte der Standort also im Winter ruhig etwas geschützt sein. Wichtig ist, dass immer genug Frischluft zur Verfügung steht.
Die Frage ob man sich für einen Innenstall oder eben eine Außenanlage entscheidet ist sicher nicht generell zu beantworten, jeder hat seine Vor- und Nachteile.
 
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Ansicht eines Innenstalls Ansicht eines Aussenstalls
 
Die Buchten
 
Die Buchten eines Kaninchenstalls sollten der Größe der Tiere angepasst sein und auch unter dem Gesichtspunkt der Jungtieraufzucht (doppelte Buchtengröße) entsprechend veranlagt sein. Als grobe Richtmaße kann man dabei folgende annehmen:
 
 
Großrassen 120 x 80 x 60/80 cm
Mittelgroße Rassen 100 x 80 x 55/80 cm
Kleine Rassen   80 x 70 x 50 cm
Zwergrassen   60 x 60 x 40 cm

       

Ein ganz entscheidender Punkt bei der Stallhöhe ist die Ohrmuschellänge. Rassen bei den die Ohren besonders "hoch" empor ragen (z.B. Deutsche Riesen oder Hasenkaninchen)  müssen eben auch Buchten haben, die dem gerecht werden.
Das Material aus denen solche Buchten bestehen können kann sehr unterschiedlich sein. Buchten aus Holz oder Siebdruckplatten kann man empfehlen. Spanplatten sind oft nur bedingt tauglich, da die Platten quellen und sich schnell Ungeziefer einnisten kann. Der Boden sollte so angelegt sein, dass Urin ablaufen kann.
Andernfalls wird es schwierig für Häsinnen ihre Jungtiere im Nest aufzuziehen. Die Luft innerhalb einer Bucht mit Urin durchweichtem Einstreu ist absolutes Gift für die Tiere und schädigt die Lungen ungemein. Alle Anstriche sollten immer giftfrei gewählt sein.
Das Innere der Buchten sollte so gearbeitet sein, dass die Tiere nicht am Holz nagen können. Man kann die Kanten mit Blechen geschützten. Der Stall oder die Türen der Buchten sollten  fest verschließbar sein, nur so kann man sich vor Diebstahl schützen. Der Draht an den Türen sollte so gewählt sein, dass kein ungebetener Gast (Maus ect.) ins Innere der Buchten schlüpfen kann.
Eine besondere Art von Buchten, die mittlerweile häufig zu finden ist, wird mit Kotschubladen und Gitterrosten gebaut und ausgestattet. Der Vorteil liegt hierbei darin, dass die Tiere nicht mit ihrem Kot und Urin in Berührung kommen.
 

 

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